Berechnen Sie Ihr monatliches Nettoeinkommen für Deutschland 2026 — kostenlos und ohne Anmeldung. Alle Steuerklassen, Bundesländer, Sozialversicherungsbeiträge und Sonderfaktoren wie Firmenwagen und Kirchensteuer werden berücksichtigt.
€
Monatliches Brutto eingeben
€
z.B. Firmenwagen (1-%-Regel)
€
Über Grundfreibetrag hinaus
Kinder
Beeinflusst Pflegeversicherung
Krankenversicherung
%
ø 2,9 % — kassenindividuell
Weitere Versicherungen
Wie funktioniert der Brutto-Netto-Rechner?
Der Brutto-Netto-Rechner berechnet Ihr Nettogehalt auf Basis der deutschen Einkommensteuer (§ 32a EStG 2026), des Solidaritätszuschlags und aller vier Sozialversicherungszweige. Die Berechnung erfolgt vollständig in Ihrem Browser — keine Daten werden übertragen. Alle Zwischenergebnisse werden gemäß § 32a EStG auf volle Euro abgerundet. Geben Sie Ihr Bruttogehalt ein und klicken Sie auf „Netto berechnen" — alle Abzüge werden sofort angezeigt.
Der Rechner berücksichtigt Beitragsbemessungsgrenzen (BBG), Steuerklassen-spezifische Sonderregelungen wie den Splitting-Tarif in Klasse III, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Klasse II, sowie den Kinderfreibetrag 2026 von 9.756 € pro Kind. Der Geldwerte Vorteil eines Firmenwagens wird dem Bruttogehalt hinzugerechnet und entsprechend besteuert.
Sozialversicherungsbeiträge 2026
Die folgende Tabelle zeigt alle Beitragssätze für 2026. Der Arbeitnehmer trägt jeweils die Hälfte — mit Ausnahme der Pflegeversicherung, die für Kinderlose höher ausfällt.
Deutschland hat einen progressiven Einkommensteuertarif. Das zu versteuernde Einkommen (zvE) nach Abzug aller Freibeträge bestimmt, welche Formel angewendet wird.
Zone 1
€ 0 – € 12.348
0 % Grundfreibetrag
Einkommensteuer = 0 · Keine Steuer bis zum Grundfreibetrag
Zone 2
€ 12.349 – € 17.799
14 % → progressiv
Startet bei 14 %, steigt progressiv · Formel: (914,51 × y + 1.400) × y
Zone 3
€ 17.800 – € 69.878
→ 42 % progressiv
Progressiver Anstieg bis 42 % · Formel: (173,10 × z + 2.397) × z + 1.034,87
Die Lohnsteuerklasse bestimmt, wie viel Ihr Arbeitgeber monatlich als Lohnsteuer einbehält. Sie beeinflusst Ihr monatliches Nettogehalt, nicht aber die endgültige Steuerlast — die wird in der Jahressteuererklärung ausgeglichen.
Klasse
Für wen
Besonderheit
I
Ledig, geschieden, verwitwet
Standardtarif ohne Sondervorteile
II
Alleinerziehend
+ Entlastungsbetrag 4.260 €/Jahr
III
Verheiratet, Alleinverdiener oder deutlich höheres Einkommen
Splitting-Tarif — niedrigste Steuerabzüge; Partner meist in Klasse V
IV
Verheiratet, ähnliches Einkommen
Kein Vorteil ggü. Klasse I; Faktor-Methode möglich
V
Partner des Klasse-III-Verdieners
Höhere Abzüge, kein Grundfreibetrag im Lohnabzug
VI
Zweitjob / weiterer Arbeitgeber
Kein Grundfreibetrag, mindestens 14 % Lohnsteuer
Pflegeversicherung nach Kinderzahl 2026
Der Arbeitnehmeranteil zur Pflegeversicherung staffelt sich nach der Anzahl Ihrer Kinder unter 25 Jahren. Kinderlose zahlen den höchsten Beitrag. Sachsen hat eine Sonderregelung, bei der Arbeitnehmer mehr zahlen als in anderen Bundesländern.
Die folgenden Beispielwerte basieren auf Steuerklasse I, gesetzlicher Krankenversicherung (Zusatzbeitrag 2,9 %), keine Kinder, keine Kirchensteuer, Bundesland Nordrhein-Westfalen.
Brutto / Monat
Steuerklasse
Netto ca.
Effektivsteuer
Arbeitgeberkosten ca.
2.000 €
I
~1.485 €
~18 %
~2.370 €
2.500 €
I
~1.810 €
~20 %
~2.960 €
3.000 €
I
~1.975 €
~23 %
~3.550 €
4.000 €
I
~2.480 €
~28 %
~4.730 €
5.000 €
I
~3.020 €
~30 %
~5.910 €
3.000 €
III
~2.250 €
~17 %
~3.550 €
5.000 €
III
~3.500 €
~22 %
~5.910 €
Hinweis: Alle Angaben sind Näherungswerte. Für Ihr genaues Ergebnis nutzen Sie den Rechner oben.
Häufige Fragen
Wie viel bleibt von 3.000 € brutto netto übrig?
Bei einem Bruttogehalt von 3.000 € monatlich in Steuerklasse I bleiben nach Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialversicherungsbeiträgen ungefähr 1.975 € netto übrig. Das genaue Ergebnis hängt von Ihrem Bundesland, Ihrer Kassenzugehörigkeit, dem Kassenzusatzbeitrag und weiteren Faktoren ab. Nutzen Sie den Rechner oben für Ihre genaue Berechnung auf Basis Ihrer persönlichen Situation.
Was ist der Unterschied zwischen Steuerklasse 3 und 4?
Steuerklasse III gilt für Verheiratete, bei denen ein Partner deutlich mehr verdient – sie profitiert vom Splittingvorteil und deutlich niedrigeren Lohnsteuerabzügen. Steuerklasse IV hingegen gilt für Verheiratete mit ähnlichem Einkommen und bietet keinen zusätzlichen Vorteil gegenüber Klasse I. Wenn ein Partner Klasse III wählt, wird der andere automatisch in Klasse V eingestuft, die zu höheren Abzügen führt.
Wann zahle ich Solidaritätszuschlag?
Seit 2021 zahlen die meisten Arbeitnehmer keinen Solidaritätszuschlag mehr. In Steuerklasse I, II, IV, V und VI greift der Soli erst ab einer jährlichen Einkommensteuer von 20.350 €, was einem sehr hohen Jahreseinkommen entspricht. In Steuerklasse III liegt die Freigrenze bei 40.700 €. Wer darüber liegt, zahlt zunächst eine anteilige Soli-Abgabe (Gleitzome), die bei 5,5 % der Einkommensteuer gedeckelt ist.
Was ist der Geldwerte Vorteil beim Firmenwagen?
Der geldwerte Vorteil eines Firmenwagens ist der Betrag, der monatlich Ihrem Bruttogehalt hinzugerechnet und versteuert wird. Bei der weit verbreiteten 1-%-Regelung beträgt er 1 % des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs pro Monat. Dieser Betrag erhöht Ihr zu versteuerndes Einkommen und damit sowohl Lohnsteuer als auch Sozialversicherungsbeiträge. Unser Rechner addiert den eingegebenen geldwerten Vorteil automatisch zum Bruttoeinkommen.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist das maximale Einkommen, bis zu dem Sozialversicherungsbeiträge berechnet werden. Einkommen über der BBG ist beitragsfrei. 2026 liegt sie für die Kranken- und Pflegeversicherung bei 5.812,50 € monatlich (69.750 €/Jahr). Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung gilt eine höhere Grenze von 8.450 € monatlich (101.400 €/Jahr).
Was ist der Kinderfreibetrag 2026?
Der Kinderfreibetrag 2026 beträgt 9.756 € pro Kind im Jahr. Das Finanzamt prüft automatisch, ob der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld (250 €/Monat pro Kind) für Sie günstiger ist – diese sogenannte Günstigerprüfung erfolgt im Rahmen der Einkommensteuererklärung. Bei höheren Einkommen ist der Kinderfreibetrag in der Regel vorteilhafter, da er das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast reduziert.
Wie berechnet sich die Kirchensteuer?
Die Kirchensteuer berechnet sich als Prozentsatz der festgesetzten Einkommensteuer – in Bayern und Baden-Württemberg sind es 8 %, in allen anderen Bundesländern 9 %. Kirchensteuer zahlen nur Mitglieder einer Kirche (evangelisch, katholisch, jüdisch). Die Kirchensteuer ist als Sonderausgabe steuerlich absetzbar und mindert dadurch die effektive Steuerlast leicht.
Wie ändert sich mein Netto bei einem Steuerklassenwechsel?
Ein Wechsel von Steuerklasse IV zu III kann bei Verheirateten das monatliche Netto deutlich erhöhen, da der Splitting-Tarif weniger Lohnsteuer einbehält. Der Antrag auf Steuerklassenwechsel wird beim zuständigen Finanzamt gestellt und wirkt ab dem Folgemonat. Beachten Sie: Der Steuervorteil im Monat wird bei der Jahressteuererklärung ausgeglichen – insbesondere wenn der Partner in Klasse V mehr Steuer zahlt.
Wie viel zahlt mein Arbeitgeber zusätzlich zu meinem Brutto?
Ihr Arbeitgeber trägt ungefähr den gleichen Anteil an Sozialversicherungen wie Sie – nochmals ca. 9,3 % Rentenversicherung, 7,3 % Krankenversicherung (plus halber Zusatzbeitrag), 1,8 % Pflegeversicherung und 1,3 % Arbeitslosenversicherung auf Ihr Bruttogehalt. Bei 3.000 € brutto betragen die Gesamtarbeitgeberkosten damit etwa 3.550–3.600 €. Diese Summe zeigt die echten Kosten eines Arbeitnehmers für den Betrieb.
Kann ich von der GKV in die private Krankenversicherung wechseln?
Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) ist für Arbeitnehmer möglich, wenn das Jahresbruttogehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt – 2026 liegt sie bei 73.800 €. Bei Selbstständigen und Beamten ist der Wechsel unabhängig vom Einkommen möglich. Die PKV kann je nach Alter, Gesundheit und gewünschtem Leistungsumfang günstiger oder teurer als die GKV sein; im Alter und bei Familienplanung sollten die Langzeitkosten sorgfältig geprüft werden.
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